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Hanföl für die Küche – rauschfrei und gesund
In den letzten Jahren nahm durch den Anbau von Hanf
das Interesse der Faserpflanze als nachwachsender Rohstoff in Deutschland
stetig zu. In der aktuellen Studie der Universität Halle-Wittenberg in
Kooperation mit dem BAGKF-Institut für Chemie und Physik der Fette wurde nun
Hanföl auf seine ernährungsphysiologischen Eigenschaften untersucht und als
äußerst gesund beurteilt.
Das Hanföl besteht zu 70-80 % aus den essenziellen
Fettsäuren Linol- und Linolensäure, die für den menschlichen Körper
lebensnotwenig sind. Beispielsweise sind sie an der Blutgerinnung beteiligt und
hemmen Entzündungsprozesse. Bei den üblichen Speiseölen kann nur das Distelöl
mit ähnlich hohem Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren aufwarten. Selbst
seltene Fettsäuren wie Gamma-Linolensäure und Stearidonsäuren sind im Öl der
Hanfsamen enthalten, die ihre bedeutende Rolle im menschlichen Stoffwechsel
finden. Des Weiteren ist ein hoher Gehalt an Phystosterinen gegeben, wobei
diese zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen
Zum Braten eignet sich das Hanföl allerdings nicht. Für die
kalte Küche ergeben sich dennoch viele Möglichkeiten der Nutzung, wie für die
Zubereitung von Salaten. Ein Experte der BAGKF empfiehlt auch Hanfnüsse. In
ihnen ist das Öl geschützt, so dass sie beispielsweise in Backwaren genutzt
werden können.
Die Befürchtung – oder Erwartung – vom Hanföl eine
Rauschwirkung zu erlangen, kann der Fettforscher Matthäus zerschlagen. Denn der
rauscherzeugende Inhaltsstoff THC (Tetrahydrocannbinol) ist aus den zulässig
angebauten Hanfsorten weitgehend herausgezüchtet worden.
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