|
Seit dem 1. September ist es endlich so weit. Auch in
Deutschland steht die mobile Antwort auf (fast) alle Multimedia-Fragen in den
Regalen. Bilder und Filme ansehen, Musik hören, Termine organisieren und natürlich
allein oder mit bis zu acht Freunden per Bluetooth oder W-LAN spielen.
Aber wie sind Grafik, Sound und Spiele? Wir haben getestet,
ob sich die Anschaffung lohnt.

Seit Jahren buhlen die Konsolenhersteller um unsere
Aufmerksamkeit. Mit immer neuen, innovativen Konzepten wollen sie uns ans
Portemonnaie. Doch jetzt ist Sony ein wahrer Durchbruch auf dem mobilen
Spielemarkt gelungen, der bisher in Europa von Nintendo dominiert wurde. Sonys
PlayStation Portable ist eine elegante "Eierlegende-Wollmilchsau",
mit der man nicht nur spielen, sondern auch in einer fabelhaften Qualität Musik
hören und Filme sehen kann. Dafür sorgt zum einen ein unglaublich scharfes
16:9-LCD-Display, mit einer Auflösung, die uns buchstäblich den Atem anhalten
ließ und einer Grafik, die selbst den gerade erst erschienenen Nintendo DS in
den Schatten stellt. Zum anderen wird uns ein glasklarer kräftiger Sound
serviert, der aber leider nur mit Kopfhörern richtig gut rüber kommt, doch zum
Spielen reichen die kleinen eingebauten Minispeaker allemal.
Das PSP Value Pack wird in Deutschland zu Beginn
für 249,-€ angeboten. Enthalten ist das Gerät, Köpfhörer mit Fernbedienung,
sowie ein 32-MB-MemoryStick-Duo, ein Akku, ein Netzteil, eine Tasche und ein
Reinigungstuch. Zahlreiches Zubehör für die kleine Schwarze wird ebenfalls seit
dem Start angeboten. Eine große Auswahl erhältlicher Zusatzartikel wurde zum
Beispiel von der PlayZone in der Ausgabe 10/2005 getestet.
Was uns besonders freut ist die relativ große Anzahl
von 20 Spielen, die bereits zum Start angeboten werden. Darunter hochkarätige
Titel von namhaften Herstellern wie "Tony Hawk", "DTM Race Driver" und "Need for Speed" aber auch Überraschungstitel wie
"Lumines".
Die Spiele laufen meist flüssig und unterstützen oft
sogar die Wireless-Funktionen, die bis zu 8 Spieler gegeneinander antreten
lassen. Nur die langen Ladezeiten stören hin und wieder. Doch wenn man bedenkt
was für Technik in dem kleinen Alleskönner steckt, kann man auch das verzeihen
und erfreut sich lieber an der exzellenten Steuerung dank leicht bedienbarem
Steuerkreuz und Analogstick.
Spiele und Filme werden von einer UMD geladen, die 1,8
Gigabyte Speicherplatz bietet. Oder Sie transferieren per USB-Kabel oder
Infrarot Bilder und Filme auf die Speicherkarte der PSP. Dazu müssen sie mit
einem Programm, das man aus dem Internet herunterladen kann, nur in das
PSP-Format konvertiert werden. Die Preise hierfür liegen zwischen 20 und 40$.
Eine nicht ganz so leistungsstarke, dafür aber kostenlose Version findet man
auch unter http://pspvideo9.com.
Im Internet (z.B. auf http://www.yourpsp.com)
gibt es noch zahlreiche andere Zusatz-Software und Patches, die man sich zum
Teil kostenlos downloaden kann. Darunter auch ein Programm mit einer
Organizerfunktion.
Alles in allem erhält die PlayStation Portable von uns
ein "sehr gut" für ihre Vielseitigkeit, Eleganz und revolutionäre
Technik.
Aber einen Nachteil möchten wir hervorheben: Das hoch
auflösende LCD-Display der PSP kann einige Pixelfehler aufweisen. Also
LCD-typische und technologiebedingte Schwächen, die als leuchtende, schwarze
oder blinkende Pixel auftreten können.
Das kann beim spielen oder beim ansehen von Filmen sehr störend sein. Doch was
die wenigsten Wissen: Nach den EU-Richtlinien ist Sony nicht verpflichtet
diesen Fehler für den Verbraucher kostenfrei umzutauschen. Erst ab 7
Fehlerpixel PRO MILLIMETER muss der Hersteller das defekte Gerät zurücknehmen –
dies betrifft übrigens auch TFT-Displays und Digitalkameras. Dass das Display
der PSP häufig solche Fehler aufweist, ist bereits von den japanischen und
amerikanischen Versionen bekannt. Leider schaffte es Sony nicht, diesen Mangel
bei der europäischen PSP zu beheben und weigert sich die defekten Geräte
umzutauschen. Diese Kundenunfreundlichkeit bekommt von uns eine klare Absage.
Eine Hilfe kann der "Dead Pixel
Cleaner" sein, der unter Umständen einige der Fehler beheben kann. Es
handelt sich hier um einen Film, der 20 Minuten lang durchgehend die 3
Grundfarben aufblitzen lässt und so die Pixel "stimuliert". Die
Chance die Fehler loszuwerden liegt bei rund 30%. (www.psp-arena.de/pixel.rar)
Verärgerte Kunden, die die PSP gerade erst gekauft
haben verweisen wir auf das gesetzliche 14-tägige Rückgaberecht ohne Angabe von
Gründen.
Oder machen Sie es wie wir: ERST TESTEN, DANN KAUFEN.
|