14. Oktober 2005 von admin in Games, Internet, Kurioses, Sonstiges, Versicherung und Finanzen, 1 Kommentar

Statt Taschengeld? Kreditkarten für Kinder

In den USA sind sie mit 15.000 Anmeldungen im Monat der Renner der
Saison - jetzt gibt es sie auch in Deutschland: Kreditkarten für Kinder
und Jugendliche. Der Software-Riese Microsoft bietet seit August
gemeinsam mit Visa und der Landesbank Berlin (LBB) die "Xbox Visa Card
prepaid" an. Und stößt auf heftige Kritik.

Die
Karte ist für Jugendliche zwischen 14 und 23 kostenlos. Sie kann mit
maximal 500 Euro aufgeladen werden, Guthaben werden mit zwei Prozent
verzinst. Zahlen kann man mit der Karte in allen Visa-Läden weltweit
und im Internet. Inhabern bietet sie einen Reisebuchungsservice sowie
Rabatte auf Xbox-Spiele und -Zubehör.

Online-Spieler im Visier

Mit
der Karten befreit sich Microsoft aus einem veritablen Dilemma. Die
Hauptzielgruppe der Online-Spieleplattform "Xbox Live" nämlich konnte
den kostenpflichtigen Service bislang nicht nutzen. "Aus rechtlichen
Gründen ist die Eintragung einer Kreditkartennummer bei der Anmeldung
zu Xbox Live verpflichtend", sagt Stephan Brechtmann von Microsoft
Deutschland. Dies habe in der Vergangenheit dazu geführt, dass viele
Jugendliche keine Chance gehabt hätten, Teil der Live-Community zu
werden. Klingt nach einer cleveren Marketing-Idee. Und: Ruft
Verbraucherschützer auf den Plan. Die fühlen sich ans Handy erinnert
und befürchten, die Karte könnte zur neuen Schuldenfalle für Kinder und
Jugendliche werden.

Verbraucherschützer warnen

"Ausgeschlossen",
heißt es in einer Presserklärung die LBB. Da die Karte nur in Höhe des
eingezahlten Guthabens funktioniere, sei eine Verschuldung von
Jugendlichen nicht möglich. Die Eltern Minderjähriger behielten also
volle "Budgetkontrolle". Verbraucherschützer dagegen bezweifeln, dass
Minderjährige mit der Karte tatsächlich nur soviel Geld abheben können,
wie sie besitzen. Im Einzelhandel gebe es genug Geräte, die nicht
anzeigen, wenn eine Karte nicht gedeckt sei.

Eltern haften für ihre Kinder

Ob
die "Xbox Visa Card prepaid" also zur Schuldenfalle wird oder ob sie
das "mächtige Erziehungsmittel zur finanziellen Eigenverantwortung"
ist, wie Visa den amerikanischen Vorgänger "Visa-Buxx" anpreist, bleibt
vorerst abzuwarten. Vorteile (kostenlose Ausgabe, zwei Prozent Zinsen)
und Nachteile (keine Nutzung an so genannten Ritschratsch-Geräten)
wiegen sich wohl auf – vorausgesetzt, die jungen Karteninhaber handeln
im Sinne ihrer Eltern. Entstehen nämlich Zusatzkosten durch
Überziehung, haften die für ihre Kinder.

10. Oktober 2005 von admin in Sonstiges, 0 Kommentare

Hängen ohne Haken

Der Triangel-Bügel von roomsafari ist –
das darf man wohl unterstellen – dem Auge des Minimalisten ein wahres Labsal: Weniger
geht nicht. Und weil sich heute nichts mehr ohne Zusatz-Feature verkauft, gibt's auch noch was auf die Ohren. Klingende Kleiderbügel. Hängen ohne
Hacken. Toll!

9. Oktober 2005 von admin in Internet, 0 Kommentare

Mercedes mal anders: Bewegende Musik für mobile Menschen

Unter dem Namen "Mixed Tape" gibt es jetzt auf der
Internetseite des Automobilherstellers Mercedes Benz MP3's zum downloaden.
Völlig legal und kostenfrei können 15 Tacks in CD-Länge heruntergeladen,
vervielfältigt, auf CD's gebrannt und verschenkt werden. Laut Mercedes versucht
man so, bisher unbekannten Künstlern zur Popolarität zu verhelfen. Eine
Redaktion sucht alle sechs bis acht Wochen eine neue Zusammenstellung aus, und
gibt den Newcomern eine Chance. Gesucht werden Titel aus allen Genres, wobei
jeder Titel einem kleinen Eignungs-Test unterzogen wird.

Jeder Künstler hat die Möglichkeit am
Auswahlverfahren teil zu nehmen, indem er seine Kreation auf der Internetseite
Uploaded, oder sie einfach per Post der Redaktion schickt.

8. Oktober 2005 von admin in Handy/Mobil/Telefonie, Internet, 3 Kommentare

Picosweb.de: Big Brother is watching you!

Ist das Handy verloren gegangen oder gar gestohlen worden,
bleibt dies meist ein ungelöster Fall. Mit dem Ortungssystem piCOS kann das
Handy aber nun über Internet schnell und einfach wieder gefunden werden.

Dieser Dienst ist nur für Privatpersonen möglichen, die sich
kostenlos unter www.picosweb.de
angemeldet haben. Nach erfolgreicher Freischaltung kann der aktuelle Standort
des Handys innerhalb kürzester Zeit abgerufen werden.

Der seit Januar 2005 gestartete
Dienst verbucht bereits über 10.000 registrierte Handy-Nutzer. Es ergibt sich
ein positiver Nebeneffekt speziell für Eltern, die dadurch in der Lage sind
ihre Kinder ausfindig zu machen. Per gleichzeitiger Gruppen-Ortung können auch
Freunde oder Mitarbeiter überprüft werden, die sich im
"Aktionsradius" befinden. Klingt zwar erschreckend nach mobilem Big
Brother, bietet aber deutlich sichere Vorteile, denn Handys sind nur ortbar,
wenn ihre Besitzer, mit dem Versand einer bestimmten SMS an ihren
Mobilfunk-Provider, ihr Einverständnis zum Tracking erklärt haben.

Neben den üblichen
Ortsfeststellungen im Privat-, Freundes- und Familienbereich sind auch Dating
und Einsatzmöglichkeiten im Mittelstand (z.B. im Transportwesen oder auch bei
Boten-, Security-, Hilfs- und Rettungs-Diensten) möglich.

Für die Netze Vodafone, E-Plus und
O2 ist der mobile Dienst verfügbar und eine zusätzliche Software ist nicht
nötig.

Da es bekanntlich umsonst nichts
gibt, muss man auch hier etwas in die Tasche greifen. Eine Ortung wird mit 49
Cent berechnet, es fallen aber keine weiteren Kosten an. Neue Teilnehmer erhalten
als kleines Schmankerl die erste Anwendung umsonst.

Die Vorteile im Überblick:

  • kostenlose
    Anmeldung
  • keine
    Grundgebühren
  • erste
    Ortung ist kostenlos
  • Ortung
    für günstige 49 Cent!
  • Bezahlung
    nur für wirklich durchgeführte Ortungen
  • Mehrfachortungen
    möglich
  • Keine
    teure neue Hardware: Funktioniert mit jedem Handy und fast jedem Netz
    (Vodafone, E-Plus, O2)

Bereits im April erhielt piCOS von der bundesweit agierenden
Initiative Mittelstand den Innovationspreis 2005 für Mobile Netze.
Ausgezeichnet wurden die einfache Bedienung, die gegebene Sicherheit und die
preiswerte Nutzung.

7. Oktober 2005 von admin in Gesundheit und Fitness, 5 Kommentare

Proactiv Solution: Wundermittel gegen Akne?

“Proactiv Solution” ist das Innovationsprodukt aus
den USA. Wahrscheinlich hat jeder schon mindestens einmal an der abendlichen Werbesendung
vorbei gezappt. Personen mit den schwersten Akne-Problemen berichten von ihrer
Anwendung dieser Pflegeserie und sehen nach der Behandlung aus wie potentielle
Models. Doch ist das die Realität oder pure Geldverschwendung?

Das System ist in den USA schon seit Jahren erhältlich und oft
kopiert worden. In Deutschland geltende Gesetze haben den Verkauf bisher
verhindert. Nun ist Proactiv auch hier erhältlich – nicht im Handel aber über
den Hersteller, beworben in einer endlosen TV-Shopping-Werbung.

Die Pflegeserie ist in drei Stufen aufgebaut: Der Renewing
Cleanser reinigt die Haut. Schmutz, Öl und tote Hautpartikel, die die Poren
verkleben können werden mittels eines Peeling-Effekts entfernt. So soll die
Haut gereinigt werden. Im zweiten Schritt sorgt der Revitalising Toner für eine
weiche Haut und ein klares Hautbild. Hierbei werden Hautschuppen entfernt –
ganz ohne Alkohol. Die Lotion ist der dritte Schritt zum besseren Aussehen. Sie
beruhigt, pflegt und schützt. Diese gibt es für die Tages- und Nachtanwendung.

Das hört sich vielversprechend an. Besonders wenn
internationale Stars wie Jessica Simpson, Vanessa Williams, Elle McPherson und
sogar das Teenie-Idol Britney Spears sagen, es hätte ihr Leben verändert und
ihnen ein neues Selbstwertgefühl verliehen.

Dafür sind Leute mit gravierenden Hautproblemen bereit sogar
den horrenden Preis von ca. 60 € zu bezahlen. Und die
60-Tage-Geld-zurück-Garantie soll noch die letzten Zweifler überzeugen.

Viele Käufer lassen sich durch die sehr bildliche Umsetzung
der Werbesendung beeindrucken. Sie verlieren dadurch aber auch den Blick für
das Wesentliche. Denn der Wirkstoff, der die Akne verschwinden lässt ist Benzoylperoxid.
Dieser ist in Cremes wie Cordes Bpo schon lange auf dem deutschen Markt und das
mit etwa 5€ für einen Bruchteil des Proactiv-Preises. Außerdem wird Cordes Bpo
von www.aknewelt.de und
Stiftung-Warentest empfohlen, da es auch mit verschiedenen Anteilen an
Benzoylperoxid erhältlich ist. Denn Fakt ist: Die Wirksamkeit von Proactiv ist
umstritten. Eine Umfrage mit ca. 1800 Personen, die das Produkt bereits
getestet haben, brachte die Erkenntnis. Eine Behandlung mit “Proactiv
Solution” hat - je nach Hauttyp - eine Verbesserung oder Verschlechterung
zur Folge. Im Mittelfeld bewegte sich nur ein Minimum der Probanten.

Demnach sollte man sich gut überlegen, ob man bereit ist für
“Proactiv Solution” eine so stolze Summe zu zahlen oder lieber auf
kostengünstige Alternativen zurückgreift.