8. Februar 2006 von admin in News
Gelesen: 868 · heute: 2 · zuletzt: Freitag, 10. September 2010 - 02:58

Wird BMW von Google bevorzugt behandelt?

Pack schlägt sich - Pack verträgt sich. So oder so ähnlich muss es sich bei Google und dem Automobilhersteller BMW zugetragen haben.

BMW soll seinen Internet-Auftritt mit so genannten Doorway-Seiten manipuliert haben, damit diese in der Ergebnisliste von Google möglichst weit vorne erscheinen. Aus diesem Grund löschte Google die deutschen BMW-Seiten aus seinem Verzeichnis, wie es allgemein üblich ist. BMW-Sprecher Markus Sagemann gab zu den Vorwürfen an, dass niemand in die Irre geführt werden sollte, sondern lediglich dafür gesorgt wurde, dass Kunden die Internetseite besser finden konnten. Google-Konkurrent Seekport hingegen glaubt den Grund für die schlechte Trefferquote erkannt zu haben. Stefan Karzauninkat führt dazu die Gestaltung der Website an, diese sei "technisch so schlecht, dass sie von Suchmaschinen kaum gefunden wird".
Nach nur knapp zwei Tagen der Inaktivität von BMW.de im Index von Google, wurde die Seite nun wieder aufgenommen. Matt Cutts, Software Engineer bei Google, begründet es mit dem prompten Einlenken des deutschen Unternehmens. Seine konkrete Stellungsnahme diesbezüglich kann man auch hier auf Englisch nachlesen.

Googles Entscheidung, das BMW gleich wieder bei Google auftrauchen zu lassen, verblüfft alle, die viel Arbeit mit ihrer eigenen Suchmaschinenoptimierung haben. Denn wird eine Seite normalerweise bei Google "zwangsentfernt", dauert der Wiederaufnahmeantrag sehr viel länger. Denn üblicherweise werden die betroffenen Internetseiten bis zu 90 Tage auf die "Strafbank" gesetzt. Diesmal jedoch betrug die Karenzzeit nicht mal 48 Stunden. Das der Fall so hohe Wellen schlägt, ist wahrscheinlich mit der Marke "BMW" in Verbindung zu bringen oder gab es einen ebenso großen Aufschrei als Seiten wie beispielsweise Automobile.de oder Ricoh.de entfernt wurden?
Es bleibt ein vieldiskutierter und etwas bitterer Beigeschmack und die Frage ob jede andere betriebene Website ebenso schnell wieder gefunden worden wäre. BMW hingegen konnte sich in den vergangenen Stunden, aufgrund der Berichterstattungen, nicht über mangelnden Ansturm auf BMW.de beklagen.

Weitere Hintergründe

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