17. November 2006 von admin in News
Gelesen: 737 · heute: 2 · zuletzt: Samstag, 04. Februar 2012 - 06:36

Gesundheitsgefahr Zimtsterne

Zu Weihnachten gehören sie für viele einfach dazu: Zimtsterne. Nun kam jedoch heraus, dass sich die hohen Werte des Aromastoffs Cumarin im Zimtgebäck schädlich auf die Gesundheit auswirken können. Bereits letztes Jahr im Dezember war bei Kontrollen der amtlichen Lebensmittelüberprüfung festgestellt worden, dass die Cumarinwerte im Weihnachtsgebäck deutlich über dem Grenzwert lagen; in einem Fall sogar um das Vierzigfache!

Cumarin verströmt ein kräuterartiges, würziges Aroma und erinnert im Geschmack an Vanille. Deshalb wird der Duftstoff auch als Mexikanische Vanille bezeichnet. Er kommt in höherer Konzentration im so genannten Cassia-Zimt vor und kann bei besonders empfindlichen Personen (zum Beispiel Kindern) Leber- und Nierenschäden, aber auch Kopfschmerzen und Übelkeit verursachen. Cumarin steht außerdem in Verdacht, krebserregend zu sein.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät dringend dazu, auf die Aufnahmemenge von Cumarin in zimthaltigen Lebensmitteln zu achten. Sie sollte täglich nicht mehr als 0,1 mg pro kg Körpergewicht betragen. Leider haben Verbraucher aufgrund mangelhafter Deklaration zurzeit keinen Überblick darüber, wie stark Produkte mit Cumarin belastet sind bzw. ob der Aromastoff überhaupt im Lebensmittel enthalten ist. Das kritisiert der Bundesverband der Verbraucherzentrale und fordert, dass die Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung unter Nennung der Produktnamen und der Belastungswerte endlich der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Außerdem sollten Produkte, von denen eine Gesundheitsschädigung ausgehen könnte, zurückgerufen werden.

Weitere Informationen zum Thema Cumarin finden Sie hier.

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