| 9. Januar 2008 von got in News |
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| Gelesen: 833 · heute: 2 · zuletzt: Donnerstag, 02. Februar 2012 - 16:00 |
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Mogelpackung ÖkostromWas man dafür braucht: Man nehme konventionellen Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken und etikettiere das Ganze in Ökostrom um. Durch das sogenannte Renewable Energy Certificate System (RECS) ist es möglich, dass ein Stromversorger seinen, an der Börse gekauften Strom, der unter anderem auch von einem Atomkraftwerk stammt, mit einem Ökozertifikat veredeln kann. Denn er kauft zum Beispiel bei einem europäischen Wasserkraftwerk Strom ein und kann diesen dann in Deutschland als ÖKOSTROM anbieten. Im Gegenzug muss das Wasserkraftwerk die entsprechende Menge seines Ökostroms dann in konventionellen Strom umdeklarieren – tolle Tauschbörse, bloß ohne Nutzen für den Verbraucher. Thorsten Kaspar von der Verbraucherzentrale bezeichnete den Vorgang gegenüber SPIEGEL als “reinen Verschiebebahnhof” und Uwe Leprich (Hochschule für Technik und Wirtschaft Saarland) geht sogar soweit und redet von einer “Täuschung des Verbrauchers”, was ich ebenso empfinde. Was meint Ihr dazu? Also, wenn ihr demnächst den Stromanbieter wechseln wollt, dann erkundigt Euch genau wie sich der Ökostrom zusammensetzt beziehungsweise fragt, wie Uwe Leprich rät, nach dem konkreten zusätzlichen Umweltnutzen. |
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